Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Gesellschaftlicher Zusammenhalt nimmt wieder einen festen Platz auf der politischen Agenda ein – aus gutem Grund. Ein intaktes Gemeinwesen, ist der Kitt der Gesellschaft, hält sie zusammen, macht sie robust, lebenswert und zukunftsfähig.

Menschenmenge; © 5xinc/Thinkstock

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Was genau sorgt für Zusammenhalt im eigenen Land und innerhalb Europas? Ist er tatsächlich durch Globalisierung, Digitalisierung und Migration bedroht? Oder führt eine sozioökonomische Ungleichheit zu Spannungen, Konflikten oder gar Radikalisierung? Und wie können liberale Demokratien dagegenhalten und Vertrauen zurückgewinnen?

All diese Fragen zeigen, wie entscheidend es ist, die Voraussetzungen, Veränderungen und Auswirkungen des gesellschaftlichen Zusammenhalts wissenschaftlich zu erforschen. So kann etwa die evidenzbasierte Sozialwissenschaft soziale Bausteine erkennen, die über den Zusammenhalt bestimmen, und feststellen, ob, wie und warum sich der Zusammenhalt tatsächlich verändert hat. Dazu formuliert sie präzise Theorien, die mit empirischen Methoden geprüft werden können.

Um die Erforschung des gesellschaftlichen Zusammenhalts voranzutreiben, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mehrere Förderrichtlinien aufgelegt. Im Fokus stehen, wie Sie auf den folgenden Seiten erfahren, diese Themen:

Gesellschaftliche Radikalisierung

Friedens- und Konfliktforschung

Migration und Integration

Teilhabe und Gemeinwohl

Sozioökonomische Ungleichheit

Zusammenhalt in Europa

Zudem wird das BMBF in den kommenden Jahren den Aufbau eines dezentralen und multidisziplinären „Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ fördern. Forschende aus elf Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden aktuelle Entwicklungen, die für den Zusammenhalt der Gesellschaft relevant sind, und ihre historischen Wurzeln untersuchen. Mehr dazu erfahren auf der Unterseite „Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt“.