Forschungsdaten zugänglich machen

Häufig werden Forschungsdaten nur lokal und vorübergehend gespeichert, viel zu häufig! So gehen wahre Datenschätze verloren. Dies wird sich bald ändern.

Verkabelung in Labor; © Adobe Stock / JackF

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat in den vergangenen Jahren gleich mehrere Initiativen auf den Weg gebracht, um ebendiese Schätze fächerübergreifend nutzbar zu machen. So soll mit der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur ein Wissensspeicher für die ganze Forschungslandschaft entstehen.


Die Digitalisierung bringt große Chancen – für Forschung und Lehre. Daher gilt es, Forschungsdateninfrastrukturen auf- und auszubauen und zugleich die Forschungsdaten professionell zu managen – von der Erhebung über Erschließung und Nutzbarmachung bis hin zur Archivierung.
Während die sozialwissenschaftliche Forschung und auch die sprach- und textbezogene Forschung auf eine gut ausgebaute digitale Datengrundlage zugreifen können, muss diese in anderen Bereichen erst geschaffen werden, etwa durch die Digitalisierung von Beständen in Sammlungen und Archiven (mehr dazu unter eHeritage). Zudem soll der Zugang zu und die Nutzung von qualitativen und quantitativen Daten für die Geistes- und Sozialwissenschaften verbessert werden.


Ziel des BMBF ist es, die bereits etablierten geistes- und sozialwissenschaftlichen Infrastrukturen in eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) zu integrieren und in den europäischen Kontext einzubetten. Damit entspricht das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Empfehlungen des gemeinsam von Bund und Ländern berufenen Rats für Informationsinfrastrukturen (rfii). Die NFDI eröffnet die Möglichkeit, international vergleichend zu arbeiten und Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Sie unterstützt die interdisziplinäre Erforschung von drängenden gesellschaftlichen Fragen auf empirischer Grundlage – und damit auch die Leistungs- und Innovationsfähigkeit des Forschungsstandorts Deutschland.

Definition Forschungsinfrastrukturen:

Unter Forschungsinfrastrukturen werden Einrichtungen, Anlagen, Ressourcen und Dienstleistungen verstanden, die von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller wissenschaftlich-technologischen Gebiete für die Forschung benötigt werden. Darunter fallen:

  • Großgeräte oder Instrumente für Forschungszwecke;
  • Wissensressourcen wie Sammlungen, Archive, strukturierte Informationen oder Systeme der Datenverarbeitung;
  • e-Infrastrukturen, wie Daten, vernetzte Rechnersysteme und Dienste;
  • Sonstige für die wissenschaftliche Forschung genutzte Einrichtungen mit Alleinstellungsmerkmalen.

Quelle: https://www.eubuero.de/infra-definition.htm