Über das Programm „Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“

In aller Welt ist sie hochgeschätzt: die Forschung in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften in Deutschland.

Überblick Rahmenprogramm "Gesellschaft verstehen - Zukunft gestalten"

Überblick Rahmenprogramm "Gesellschaft verstehen - Zukunft gestalten"

BMBF

In den letzten Jahren hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zwei Rahmenprogramme für die Förderung der Geistes- und Sozialwissenschaften aufgelegt: die Förderinitiative „Freiraum für die geisteswissenschaftliche Forschung“ (2007 – 2012) sowie die Förderinitiative „Geistes-, Kultur und Sozialwissenschaften“ (2013 – 2017). Kernziele waren die Internationalisierung der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, die Strukturbildung sowie die Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die Forschungskompetenzen und -leistungen der Geistes- und Sozialwissenschaften sind sowohl wissenschaftsintern als auch in der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit deutlich sichtbarer (siehe Evaluation).

Das neue Rahmenprogramm „Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“ (2019-2025)

Darauf aufbauend stärkt das aktuelle BMBF-Rahmenprogramm "Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“ die Geistes- und Sozialwissenschaften: Es schafft Freiräume für Forscherpersönlichkeiten und für die Erforschung neuer Themenfelder sowie für den Aufbau leistungsstarker Forschungsdateninfrastrukturen. So können die Geistes- und Sozialwissenschaften besser zum Verständnis gesellschaftlicher Entwicklungen beitragen, soziale Innovationen begleiten und vorantreiben, an der Erschließung und Bewahrung des kulturellen Erbes mitarbeiten und so zum Beispiel gesellschaftliche Vielfalt und Zusammenhalt in Einklang bringen.

Rund 700 Mio. Euro stehen bis 2025 für das neue Rahmenprogramm bereit. Diese Förderung ist zudem angesichts wachsender Studierendenzahlen, Lehrbelastung und auch Unterfinanzierung der Geistes- und Sozialwissenschaften, insbesondere der so genannten Kleinen Fächer, essentiell. Denn schließlich gilt es, die Vielfalt und Expertise, die den Forschungsstandort Deutschland prägt, zu wahren und auszubauen, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und neue Impulse in der Wissenschaft zu setzen, insbesondere auch durch innovative Forschung auf Basis bedarfsgerechter Forschungsdateninfrastrukturen.

Anwendungsorientierte Forschung stärken

Damit wissenschaftliche Erkenntnisse besser dort ankommen, wo sie benötigt werden, stärkt das aktuelle Rahmenprogramm insbesondere die Anwendungsorientierung geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung, sei es durch die Zusammenarbeit mit Praxispartnern oder durch eine intensivere Wissenschaftskommunikation.

Mit seiner Ausrichtung auf Forschung zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen ergänzt das aktuelle BMBF-Rahmenprogramm sowohl die Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung als auch das Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union

Aktuelle Förderrichtlinien

„Geistes- und Sozialwissenschaften: Forschung, Vernetzung, Perspektiven“

„Aktuelle Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus“

„Gesellschaftliche Ursachen und Wirkungen des radikalen Islam in Deutschland und Europa“

„Kleine Fächer – Zusammen stark“

„Förderung von Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Regionalstudien (area studies)“

„Förderung von Projekten zum Thema Käte Hamburger Kollegs“

„Förderung von Zuwendungen für ein „Maria Sibylla Merian International Centre for Advanced Studies in the Humanities and Social Sciences“ in Nordafrika, Jordanien oder dem Libanon“

"Zusammenhalt stärken in Zeiten von Krisen und Umbrüchen"

„Zusammenhalt in Europa“

„Teilhabe und Gemeinwohl“

„Aufbau eines Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt"

„Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes – eHeritage

„Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur theoretischen, methodischen und technischen Weiterentwicklung der digitalen Geisteswissenschaften“