eHeritage

Ob römische Grabdenkmäler, japanische Schellack-Platten oder Kupferstiche – diese Objekte sind für Forschung und Lehre von großem Interesse. Die kulturellen Schätze befinden sich in der Obhut von Museen, Archiven, Hochschulen und Bibliotheken, doch wenige sind digital erschlossen. Deshalb fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung  seit 2016 in größerem Umfang ihre Digitalisierung.

Frau berührt einen Touchscreen; © Adobe Stock/EdNurg

Adobe Stock/EdNurg

Seit jeher sind historische Artefakte Gegenstand wissenschaftlicher Reflexion sowie der Generierung und Weitergabe von Wissen. Doch erst mit der Digitalisierung und der Bereitstellung von digitalen Daten werden all diese Objekte über digitale Plattformen für die Forschung zugänglich gemacht, unabhängig von Zeit und Ort.


Daher hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Förderprogramm für die Digitalisierung und Erschließung wissenschaftlich relevanter Objekte des kulturellen Erbes „eHeritage“ im Mai 2019 erneut ausgeschrieben (Bundesanzeiger vom 13.05.2019). Gefördert werden Vorhaben, die geistes- und kulturwissenschaftliche Quellen für die Forschung erschließen, digitalisieren, speichern und bereitstellen. Voraussetzung für eine Förderung von solchen Digitalisierungsvorhaben ist, dass die entstehenden Digitalisate die Grundlage für weitere Forschung bilden.

Forschungsprojekte zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes

Derzeit ermöglicht das Bundesministerium für Bildung und Forschung  24 Forschungsprojekte zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes, eines davon ist das Projekt „Zwischen Kolonialismus und Weltoffenheit“. Der Museumsverbund Nordfriesland digitalisiert die ethnografischen Sammlungen des Landes Schleswig-Holsteins und Süddänemarks. In insgesamt 19 Museen liegen über 16.000 ethnografische Objekte und historische Fotos. Mit der Digitalisierung werden neue, bisher vernachlässigte Quellen kolonialer Landesgeschichte erschlossen – und damit neue Impulse für die Wissenschaft gesetzt.

Förderprogramm „eHeritage

  • WAS: Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes ermöglichen
  • WOZU: freie Zugänglichkeit zu digitalen Kulturgütern zur Beantwortung von Forschungsfragen
  • WER: Einzel- und Verbundprojekte die geistes- und kulturwissenschaftliche Quellen für die Forschung erschließen, digitalisieren, speichern und bereitstellen
  • WIE: Förderprogramm „eHeritage“, Bundesanzeiger vom 13.05.2019