Wissenschaft, natürlich!

Was können Museen und Forschungseinrichtungen tun, um die Demokratie zu stärken und sich für die Zukunft unseres Zusammenlebens einzusetzen? Wo kommen sie an ihre Grenzen, welche Zielkonflikte gilt es abzuwägen? Sollten die Institutionen ihre Stimme in der politischen Debatte erheben oder eher auf ihre Neutralität pochen? 

Diesen Fragen gehen Nicola Fuchs-Schündeln, Präsidentin des WZB, und Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin, in der neuen Folge der Reihe „Wissenschaft, natürlich!“ am Mittwoch, 19. November, um 18 Uhr im WZB, nach.

Eine gute Nachricht ließ Kulturschaffende und Forschende erst kürzlich aufhorchen: Das Vertrauen ist noch da. Gleich nach Familie und Freunden schätzen die Menschen in Deutschland Museen und Wissenschaften als besonders vertrauenswürdig ein – so eine repräsentative Studie des Instituts für Museumsforschung.

Aber Vertrauen alleine genügt nicht. Denn es wird dann wirksam, wenn es in gesellschaftliches Handeln übersetzt wird – in Engagement, Aufklärung, Widerspruch. Museen und Forschungseinrichtungen haben dabei nicht nur die Aufgabe, Wissen zu bewahren und zu vermitteln, sondern auch Räume zu schaffen, in denen kritische Auseinandersetzung möglich ist. Wenn sie das Vertrauen, das ihnen entgegengebracht wird, nutzen, um demokratische Werte zu verteidigen – durch Bildung, durch Haltung, durch Öffentlichkeit –, dann können sie einen entscheidenden Beitrag leisten.

Um „Forschen für die Demokratie" soll es in unser nächsten Folge der Reihe "Wissenschaft, natürlich!" gehen. Zu der Veranstaltung
am Mittwoch, 19. November, Beginn 18:00 Uhr, in Raum A 300 des WZB, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin, laden wir Sie hiermit herzlich ein. 
Auf dem Podium diskutieren:
Nicola Fuchs-Schündeln, Präsidentin des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung
Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin

Den Abend moderiert die Wissenschaftsjournalistin Julia Vismann.

Über Ihr Interesse würden wir uns sehr freuen. 
Zur Anmeldung

Die Veranstaltungsreihe "Wissenschaft, natürlich!" richten das WZB und das Museum für Naturkunde Berlin gemeinsam seit 2018 aus. Ziel ist es, über Fachgrenzen hinweg die drängenden Fragen unserer Zeit öffentlich zu diskutieren: Es geht um gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zeiten politischer und sozialer Spaltungen, um die ökologische Krise und die Rolle der Wissenschaft selbst.