Kleine Fächer

153 Kleine Fächer, 2530 Professuren: Kleine Fächer sind zwar klein, aber bedeutend für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandorts Deutschland, für seine Reputation, für das Profil der Universitäten und für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

typografische Illustration der Kleinen Fächer; © BMBF

BMBF

Von der Medizingeschichte über Sprach- und Religionswissenschaften bis hin zu Regionalstudien – rund 80 Prozent der Kleinen Fächer zählen zu den Geistes- und Sozialwissenschaften. Gut vernetzt und international aufgestellt ermöglichen sie das Verständnis kultureller, sozialer und ökonomischer Entwicklungen. Damit tragen wesentlich zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, aber auch zur Erforschung und Bewahrung kulturellen Erbes bei.

Förderrichtlinie „Kleine Fächer – Große Potenziale“

Um die Kleinen Fächer zu stärken, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein ganzes Bündel von Maßnahmen auf den Weg gebracht: Fast 60 Projekte zeigen unter der Devise „Kleine Fächer – Große Potenziale“ (Förderrichtlinie im Bundesanzeiger vom 24.06.2016 ) ihr Können: Ihnen ist es gelungen, ein einzigartiges Hochschulprofil in Forschung und Lehre herauszubilden, attraktive Studienangebote zu entwickeln und neue Forschungsfelder für Nachwuchswissenschaftler*Innen zu eröffnen. Zudem haben Studien, Jahrestagungen, Konferenzen das Wissen in und über die Kleinen Fächer verbessert.

„Kleine Fächer – Hochschulwochen“

Auch die seit Sommer 2019 laufenden, von der Hochschulrektorenkonferenz organisierten „Kleine Fächer – Hochschulwochen“ machen die Kleinen Fächer bekannter, an ausgewählten deutschen Universitäten und darüber hinaus. Ergänzend dazu hat das BMBF die Arbeitsstelle Kleine Fächer an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beim Aufbau des Portals www.kleinefaecher.de unterstützt, um eine stärkere Vernetzung auf nationaler wie auch internationaler Ebene zu ermöglichen.

Förderrichtlinie „Kleine Fächer – Zusammen stark“

Mit dem aktuellen Rahmenprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entsteht ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte der Kleinen Fächer: Die Förderrichtlinie „Kleine Fächer – Zusammen stark“ (Bundesanzeiger vom 02.09.2019) zielt auf die Förderung und Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses ab. In der bis zu vierjährigen Hauptphase bearbeiten zukünftig interdisziplinäre Forschungsgruppen unter der Regie der Kleinen Fächer ein selbstgewähltes Thema. Optional kann sich daran eine einjährige Transferphase anschließen, in der gemeinsam mit der Hochschulleitung ein Konzept zur strukturellen Stärkung des Kleinen Faches erarbeitet wird. Auch die Mainzer Arbeitsstelle Kleine Fächer wird weiterhin gefördert, schließlich soll die Entwicklung dieser Fächergruppe untersucht und dokumentiert werden.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den einzelnen geförderten Projekten: