Zusammenhalt in Europa

Der Zusammenhalt Europas gilt zu Recht als zwingende Voraussetzung für Wohlstand, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit unseres Kontinents. Die Sozial- und Geisteswissenschaften liefern hierzu einen wesentlichen Beitrag.

Europäische Union Flagge; © thinkstock

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Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die Flucht- und Migrationsdynamiken, zunehmender Populismus, der anstehende BREXIT und weitere geopolitische Herausforderungen zeigen, wie brüchig der Zusammenhalt in Europa ist – insbesondere dann, wenn es darum geht, Risiken und Belastungen gemeinschaftlich zu tragen.
All das wirft große Fragen auf: angefangen vom Zusammenwirken in den Bereichen Sicherheits- und Bündnis- sowie Wirtschafts-, Handels- und Industriepolitik, über Zusammenhalt und Solidarität sowie über Demokratie und politischer Legitimation bis hin zu systemischen, sozialen und kulturellen Integrationsprozessen innerhalb der Europäischen Union. Mehr als ein guter Grund, intensiv an Lösungen zu forschen.
Vor diesem Hintergrund fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Projekte, die den Zusammenhalt in der Europäischen Union (EU) – verstanden als belastbares und verlässliches Interaktionsverhältnis zwischen ihren Mitgliedsstaaten sowie ihren Bürgerinnen und Bürgern – aus interdisziplinärer Perspektive untersuchen.


Im Fokus der Forschung stehen:

  • Kulturelle Grundlagen von Zusammenhalt
  • Organisation von Zusammenhalt
  • Wahrnehmung und Vermittlung von Zusammenhalt
  • Äußere Einflüsse und Zusammenhalt
  • Methodische Zugänge


Die Forschungsvorhaben sollen Impulse für die gesellschaftlichen Diskurse geben und von praktischer Relevanz sein, das heißt, sie sollen aktuelle Problemstellungen und Handlungsbedarfe aufgreifen sowie gegebenenfalls Lösungsansätze für die Politik entwickeln. Die Einbeziehung von Praxisakteuren ist besonders erwünscht.

Förderprogramm „Zusammenhalt in Europa“

  • WAS: Forschungsprojekte zum Thema „Zusammenhalt in Europa“
  • WOZU: Besseres Verständnis vom Zustand des Zusammenhalts in der EU zu entwickeln und zur Stärkung dieses Zusammenhalts beizutragen.
  • WER: Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, gegebenenfalls Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Nicht-Regierungsorganisationen sowie andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern können. Die Beteiligung von Forschenden aus Kleinen Fächern wird begrüßt.
  • WIE: Förderprogramm „Zusammenhalt in Europa“,
  • WO: Bundesanzeiger vom 17.06.2019