Wissen interaktiv: Neue Tools und Formate der Leibniz-Gemeinschaft

Mehr als 100 Millionen Objekte der acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft bilden das Fundament für Forschungen, etwa zur Erdgeschichte und Artenvielfalt, zur Kultur- und Technikgeschichte oder auch zum Erhalt des wissenschaftlichen und kulturellen Erbes. Doch Forschungsmusseen sind weit mehr als nur Objektsammlungen, wie neue Aktionen und Onlineangebote der Leibniz-Gemeinschaft zeigen.

Ende Oktober 2020 haben sich die acht Leibniz-Forschungsmuseen für die Aktion „Eine Welt in Bewegung“ zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel: Austausch und Dialog über globale Herausforderungen unserer Zeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern. Im Fokus stehen die Themen Mobilität – Migration – Bewegung. In Ausstellungen, Diskussionsrunden, via App, online und offline wollen die Leibniz-Forschungsmuseen Wissenschaft lebendig vermitteln und laden zur Mitgestaltung von Veränderungen ein. Ermöglicht werden diese Aktivitäten durch eine Sonderfinanzierung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Bundesländern, in denen die Forschungsmuseen ihren Sitz haben.

Forschungsmuseen: Digitale Angebote in Corona-Zeiten

In der Corona-Krise bleiben die acht Leibniz-Forschungsmuseen vorerst geschlossen. Mehr als ein guter Grund für die Forschungsmuseen, ihre Onlineangebote deutlich auszubauen, neue Formate zu erproben und Museumsobjekte digital erlebbar zu machen. Das Angebot ist erstaunlich vielseitig, hier nur einige Beispiele.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Zeitreise durch die geschichtlichen, technischen und kulturellen Dimensionen der Kohle in der Kokerei Zollverein in Essen? Hier geht’s zur Gemeinschaftsausstellung „Das Zeitalter der Kohle“ des Ruhr Museums und des Deutschen Bergbau-Museums Bochum.

Oder mit der multimedialen Online-Dokumentation "Chronik der Mauer“ des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam? Alternativ dazu führen interaktive Audio-Touren, 360°-Rundgänge und Panoramen direkt in die Abteilungen und Ausstellungen des Deutschen Museums.

Haus der Leibniz-Gemeinschaft, Berlin

Haus der Leibniz-Gemeinschaft, Berlin

Leibniz-Gemeinschaft/Oliver Lang

Gleiches gilt für Museum für Naturkunde — Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung in Berlin: Das Online-Angebot bietet nicht nur virtuelle Museumsbesuche, sondern auch Podcasts, Apps, Videoreihen und Workshops.

Auch die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ermöglicht virtuelle Ausflüge in Themen der Artenvielfalt, sei es über Videos, Blogs, Comics oder Apps. Aber auch jenseits der Museen teilen die Leibniz-Institute ihr Wissen, etwa in virtuellen Ausstellungen, Künstlerbiografien oder auch in Blogs von Leibnizianerinnen und Leibnizianern (hier mehr dazu).

Hier geht’s zu den Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft, Angeboten in der Corona-Krise und zu weiteren Aktivitäten.

In aller Kürze: Die Leibniz-Gemeinschaft

Von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften – in den 96 eigenständigen Forschungseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft arbeiten knapp 20.000 Menschen daran, Antworten auf die Herausforderungen des Lebens zu finden. Die Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

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