Conference: The Promises of Algorithmic Warfare and their World-Making Effects

Die internationale Konferenz befasst sich kritisch mit den zahlreichen Versprechungen der algorithmischen Kriegsführung, ihren weltgestaltenden und performativen Kräften sowie ihren Unklarheiten, Grenzen und Diskrepanzen. Die Konferenz wird veranstaltet vom Kompetenznetz "Meaningful Human Control. Autonome Waffensysteme zwischen Regulation und Reflexion" (Mehuco).

Konferenzsprache ist Englisch.

Künstliche Intelligenz und autonome Waffensysteme prägen zunehmend die Strategien und Taktiken der Kriegsführung. Nicht nur aktuelle Kriege, wie beispielsweise in der Ukraine und im Gazastreifen, tragen zur beschleunigten Entwicklung und zum Einsatz algorithmischer Technologien bei, sondern auch die damit verbundenen Versprechen: das Versprechen einer Technologie, die viel schneller ist als menschliches Handeln und der Gegner; deren Entscheidungsfindung nicht von Emotionen beeinflusst wird; die präzise, effizient und ethisch ist; die Informationsüberlegenheit garantiert; und die offen für Kontrolle und gesetzliche Regulierung ist.

Versprechen sind mächtig: Sie prägen unsere Vorstellungen und Erwartungen und ermutigen uns, Maßnahmen zu ergreifen und Visionen zu verwirklichen. Versprechen haben reale Auswirkungen. Die Konferenz unseres Forschungsnetzwerks „Meaningful Human Control: Autonomous weapon systems between regulation and reflection” untersucht kritisch die vielen Versprechen der algorithmischen Kriegsführung, ihre weltgestaltenden und performativen Kräfte sowie ihre Unklarheiten, Grenzen und Diskrepanzen. Der aktuelle Diskurs ist geprägt von Schlagworten wie „wertorientierte Technologien“, „Human in the Loop“ und „verantwortungsvolle KI“, die nicht nur ethische Forderungen der Rüstungsindustrie und von Tech-Start-ups widerspiegeln, sondern auch Werte, die im humanitären Völkerrecht verankert sind, sowie die Anliegen von Menschenrechtsorganisationen und akademischen Experten. Konferenzspraache ist Englisch.