Praxistipps für die Wissenschaftskommunikation in den Sozial- und Geisteswissenschaften

Interessant, nachvollziehbar, verständlich, transparent – und dabei am besten noch unterhaltsam sollte sie sein: die Wissenschaftskommunikation. Sie findet in der, aus der und über Wissenschaft statt, lebt von Austausch und Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft. So weit so gut, aber wie bitte gelingt das? Hier finden Sie Praxisbeispiele aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Gruppe von Menschen mit Sprechblasen

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Wissenschaftskommunikation ist zweifelsohne ein vielschichtiger Prozess: Sie umfasst die Kommunikation aus der Wissenschaft heraus ebenso wie in sie hinein, etwa durch gesellschaftliche Debatten mit und über Wissenschaft, z.B. über Medien und Plattformen.   Nicht zuletzt sind Wissenschaftskommunikation und Transfer für die Partizipation von BürgerInnen in Forschungsprozessen relevant.

Dass Wissenschaftskommunikation wichtig ist, ist ebenfalls unbestritten: Sie verankert das Verständnis von Wissenschaft – ihrer Methoden, Projekte, Erkenntnisse und auch Grenzen – in Gesellschaft und Politik. Sie ist längst im Wissenschaftssystem etabliert, selbst ein Forschungsfeld und nicht zuletzt auch Bestandteil der BMBF-Projektförderung.

In den BMBF-geförderten geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsvorhaben in gibt es vielfältige Beispiele für den Austausch mit der Gesellschaft. Ein guter Grund, hier auf dem Portal für die Geistes- und Sozialwissenschaften das Knowhow rund um Wissenschaftskommunikation und Transfer zu teilen.

Praxisnaher Wissensaustausch

Mit dem neuen Bereich „Wissenschaftskommunikation und Transfer“ erhalten die beiden Themen auf dem GSW-Portal einen gebührenden Raum. Ein Fokus liegt dabei auf Praxisbeispielen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die Anregungen für gelingende Wissenschaftskommunikations- und Transfermaßnahmen bieten.

Tagungstipp: Forum Wissenschaftskommunikation

Das Forum Wissenschaftskommunikation ist die größte Fachtagung für Wissenschaftskommunikation im deutschsprachigen Raum. Die Tagung wird jährlich veranstaltet von Wissenschaft im Dialog (WiD), der gemeinsamen Organisation der deutschen Wissenschaft für Wissenschaftskommunikation. Das Forum Wissenschaftskommunikation 2022 ist vom 4. bis 6. Oktober als Präsenztagung in Hannover geplant.

Seminartipp: Wissenschaftskommunikation in Förderanträgen

Der neue Seminartyp zum Thema Wissenschaftskommunikation in Förderanträgen soll Antragstellende befähigen, das Thema Wissenschaftskommunikation mit Öffentlichkeit und Medien adäquat in ihren Förderanträgen abzubilden und die Kommunikationsvorhaben einzuplanen. Die Teilnehmer/innen lernen wesentliche Grundprinzipien der Wissenschaftskommunikation kennen und erarbeiten eigene Konzepte und Strategien zur Kommunikation ihrer Forschungsvorhaben.  mehr erfahren >

Hatespeech: Zentrale Anlaufstelle zur Unterstützung kommunizierender Wissenschaftler/innen

Ob Forschung zum Klimawandel, der Genderforschung oder auch der Tierversuchsforschung, in Forschungsbereichen mit unmittelbaren gesellschaftspolitischen Implikationen und damit besonders kontroversen Themen häufen sich die Fälle von (verbalen) Angriffen auf Wissenschaftler:innen. Die Folge: Immer mehr Akteur:innen ziehen sich aus der Wissenschaftskommunikation zurück. Wichtige Stimmen der Aufklärung verstummen. Was tun?

Der Bundesverband Hochschulkommunikation und Wissenschaft im Dialog starten ein gemeinsames Projekt, um Wissenschaftler/innen, die sich Angriffen ausgesetzt sehen, künftig besser zur Seite zu stehen. Das Angebot soll sich zudem an Hochschul- und Wissenschaftskommunikator/innen richten, die in ihrer Arbeit aus vergleichbaren Gründen Unterstützung benötigen. Julia Wandt, sie verantwortet in der Universitätsleitung der Universität Freiburg den Geschäftsbereich Wissenschaftskommunikation und Strategie und ist Vorsitzende des Bundesverbands Hochschulkommunikation, und Markus Weißkopf, Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog, erläutern die Ziele und Hintergründe des Projektes.

Hier geht’s zum Interview.